Die 10 Gebote des Alten Testamentes bieten

10 Wegweisungen in die Freiheit,
10 Weisungen, wie in riskanten Zeiten Freiheit zu erhalten ist,
10 Anweisungen zum Schutz von 10 sensiblen Freiheitsräumen.

 

1. Gebot: Du sollt neben mir keine anderen Götter haben.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Wenn Israel andere Götter kennt, dann setzt es andere Erfahrungen neben die der Freiheit - und verspielt damit seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Identität

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Eine moralische Identität ist zu wählen und zu wahren, die die Kultur der Organisation identifizierbar, erkennbar und unterscheidbar macht. Strukturell (in den Regeln und Routinen der Organisation fest verankert) und habituell (in der Haltung der Beteiligten).

 

2. Gebot: Du sollst den Namen Deines Herrn nicht missbrauchen.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Weil Gott definiert ist als der, der befreit, verbietet das Gebot alle denkbaren Pervertierungen der Freiheitsmacht - sonst verspielt es seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Integrität

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Eine Integrität ist zu wahren, die Vertrauen verdient, weil sie nach außen und nach innen für das gewählte moralische Programm (ein-) steht. Strukturell und habituell.

 

3. Gebot: Achte auf den Feiertag. Halte ihn heilig.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Wenn Israel den Sabbat als Tag der Befreiung feiert und als Tag der Ruhe hält, stützt es Zeit- und Lebensordnung - und stärkt seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Heilige Zeit

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Eine "heilige" Zeit als Zeit der individuellen und sozialen Ruhe ist herauszuschneiden aus dem Alltag - um eine Zeit- und Lebensordnung immer wieder neu zu finden und strukturell wie habituell zu gestalten.

 

4. Gebot: Ehre Deinen Vater und Deine Mutter.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Wenn Israel solidarisch das (Über-) Leben derer sichert, die bisher das Überleben der Kinder gesichert hatten, jetzt aber auf sie angewiesen sind, sichert es seine eigene Nachhaltigkeit - und seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Generationensolidarität

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Die Freiheit der "Altersstufen" ist sozial und wirtschaftlich zu schützen und strukturell und habituell zu fördern - um einer Kultur wegen, in der die Vorteile aller Altersstufen genutzt werden können.

 

5. Gebot: Du sollst nicht töten.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Wenn Israel sich dem Schutz des Lebens verpflichtet, vor allen Handlungen schützt, die direkt oder indirekt das Leben anderer Menschen gefährden, schützt es damit seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Körperliches und geistiges Leben

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Das eigene körperliche und geistige Leben und das der Mitmenschen ist strukturell und habituell zu fördern und zu schützen - um so eine Kultur des Lebens zu fördern.

 

6. Gebot: Du sollst nicht die Ehe brechen.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Wenn Israel das soziale Leben der Schwächeren schützt und deshalb gerade den Ehe-Vertragsbruch, der die materielle und soziale Sicherheit von Frauen ruiniert, sanktioniert, dann schützt es seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Verlässliche Vereinbarung

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Partnerschaftliche Verhältnisse und entsprechende Vereinbarungen sind zu achten, Angst und Misstrauen zu vermeiden - um so strukturell und habituell eine Vertrauenskultur aufzubauen.

 

7. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Wenn Israel das persönliche Eigentum des Einzelnen sichert und alle Handlungen unterbindet, die das Eigentum des Anderen als dessen materielle Grundlage der Freiheit gefährden könnten, schützt es seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Eigentum

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Die für den Menschen freiheitsnotwendige wirtschaftliche Lebensgrundlage, die eigene wie die der anderen, ist strukturell und habituell zu fördern und zu schützen.

 

8. Gebot: Du sollst nicht falsches Zeugnis reden?

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Wenn Israel zulässt, dass die Freiheit des Einzelnen gefährdet wird durch falsche Aussagen vor Gericht, die Besitz, Leib und Leben gefährden, dann verspielt es damit seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Kommunikation

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Das Recht auf und die Verpflichtung zur Kommunikation und Information ist zu achten, um so, strukturell und habituell, eine Wahrhaftigkeit in der Kommunikation und Information zu wahren, die Verlässlichkeit und Vertrauen fördert.

 

9. Gebot: Du sollst nicht nach dem Haus Deines Nächsten verlangen.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Der soziale Raum, die soziale Gemeinschaft ist eine Lebensgrundlage. Wenn Israel zulässt, dass der verletzt wird, verliert es seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Soziale Gemeinschaft

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Das "ganze Haus", d.h. die Organisation und ihr soziales Umfeld, ist strukturell und habituell vor Machenschaften zu schützen, die belastend und zerstörend wirken.

 

10. Gebot: Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen.

Vor 3.000 Jahren, in der Situation neuer unbekannter Freiheiten und ihrer Risiken, bedeutete das: Der private Raum ist eine Lebengrundlage für Menschen. Wenn Israel zulässt, dass der verletzt wird, verliert es seine Freiheit.

Es geht um den Freiheitsraum: Intime Gemeinschaft

Heute, in einer Situation immer größerer Freiheiten und ihrer Risiken für Organisationen, heißt das:

Die intimen Beziehungen jedes Menschen sind zu achten und entsprechend strukturell und habituell vor Machenschaften zu schützen, die zerstörend wirken.

 


Die Entscheidung für eine Orientierung an Werten und auch für entsprechende strukturelle (in den organisationalen Regeln und Routinen verankerte) und habituelle (in der Haltung der Beteiligten liegende) Konsequenzen werden in einer Organisation, einem Wirtschaftsunternehmen oder einer sozialen Einrichtung, "oben" getroffen, dort, wo geleitet wird. Sie kommen unten nur an, wenn sie praxisrelevant durchbuchstabiert werden.

Eine normative Entscheidung für die 10 Gebote und entsprechende strategische Entscheidungen zum Schutz der sensiblen Freiheitsräume brauchen praktische Konsequenzen. Auf der operativen Ebene, im Alltagsgeschäft. "Was geht dann in dieser konkreten Situation, in diesem konkreten Verfahren?" "Und was geht nicht?"

Mit der Frage, was entsprechend an Verfahren in der konkreten Organisation "geht oder nicht geht", wird sich jede Organisation beschäftigen müssen. Nur so wird sichergestellt, dass die Gebote tatsächlich in die Strukturen und in das Handeln der Organisation verlässlich und nachhaltig integriert werden.





































Die Bilder zu den einzelnen Geboten wurden uns mit freundlicher Genehmigung durch den Künstler Dieter Ziegenfeuter zur Verfügung gestellt. Mehr dazu finden Sie unter www.ziegenfeuter.de

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